Lösungsorientierter Ansatz in der Sozialpädagogik

Der Lösungsorientierte Ansatz basiert auf den Ideen der Lösungsorientierten Kurztherapie von Steve de Shazer und Insoo Kim Berg. Es handelt sich dabei um die Anwendung der Erkenntnisse, der Haltung und Methoden der lösungsorientierten Kurzzeittherapie auf die Arbeit in sozialpädagogischen Einrichtungen.

Geschichte

Kaspar und Marianne Bäschlin, die viele Jahre in der Schweiz eine Werkschule für Jugendliche geführt haben, brachten die lösungsfokusierte Arbeit in die Schweiz. Nachdem sie Steve de Shazer und Insoo Kim Berg kennengelernt hatten, versuchten sie, die Ideen, Prinzipien und Techniken der Lösungsorientierung – oder Lösungsfokussierung, wie sie auch genannt wird – für die Arbeit im sozialpädagogischen Bereich passend zu machen. Was mit dem Versuch in einer Werkschule begann, führte schliesslich über die Jahre und durch den Einsatz von Kaspar und Marianne Bäschlin dazu, dass der Lösungsorientierte Ansatz in der Schweiz Bekanntheit in Fachkreisen erlangte und inzwischen einige sozialpädagogische Einrichtungen nach diesem Ansatz arbeiten und sich auch andere Fachkreise wie Sozialarbeiter, Lehrer, Heilpädagogen und Psychiatriepfleger und Fachhochschulen dafür interessieren und ihn auch anwenden.

Die lösungsorientierte Haltung

Die Fähigkeit, eine lösungsorientierte Haltung gegenüber anderen Menschen einzunehmen, ist (mit-) entscheidend bei der Anwendung des Lösungsorientierten Ansatzes. Dies beinhaltet folgende Punkte:

 

  • Positives Menschenbild

  • Wertschätzende Haltung

  • Nicht-Wissen

  • Fragen statt sagen

  • Die Klienten geben die Ziele vor

  • Ressourcen und Fähigkeiten erkennen, auf das Gelingen fokussieren

  • Mit dem Klienten sprechen, statt über ihn

  • Hoffnung kreieren

Team Beratung (Supervision)

Ich spreche lieber von Team Beratung, als von Supervision. Da der Beratungsbegriff für mich freilassender ist.

Einzelpersonen, Gruppen und Organisationen lernen in der Teamberatung, ihr berufliches Handeln zu prüfen und zu verbessern. Dazu vereinbaren die Teilnehmer mit dem Berater Ziele. Inhalte sind die praktische Arbeit, die Rollen- und Beziehungsdynamik zwischen Mitarbeiter und Klient, die Zusammenarbeit im Team oder auch in der Organisation. Beratung wird hauptsächlich im medizinischen, sozialen, pädagogischen und therapeutischen Bereich genutzt (Sozialarbeiter, Sozialpädagogen, Erzieher, Ärzte, Pflegepersonal, Psychotherapeuten.), und zunehmend auch in der Wirtschaft (Führungskräfte).

Beratung kann ähnlich wie das Coaching im Einzelgespräch oder in der Gruppe stattfinden.

Je nach Zielvereinbarung liegt der Fokus auf Methodenkompetenz, Werten und Normen, Persönlichkeitsmerkmalen, Gefühlen, Gedanken und Verhalten, persönlicher Entwicklung, Zielen und Strategien, Zusammenarbeit im Team bzw. in der Organisation, Schnittstellen und Synergien, Rollenerwartungen und Rollenverhalten, Diagnose von Klienten (Fachberatung), Aufbau- und Ablauforganisation, Macht und Verantwortung, Entscheidungsprozessen, Information und Dokumentation, Qualitätsmanagement, Einführung und Integration neuer Mitarbeiter, Führung, Zusammenarbeit mit dem Träger. Beratung beinhaltet oft auch Elemente von Psychotherapie und Organisationsentwicklung.

Mediation

Mediation (lateinisch „Vermittlung“) ist ein strukturiertes, freiwilliges Verfahren zur konstruktiven Beilegung eines Konfliktes, bei dem unabhängige „allparteiliche“ Dritte die Konfliktparteien in ihrem Lösungsprozess begleiten. Die Konfliktparteien, versuchen dabei, zu einer gemeinsamen Vereinbarung zu gelangen, die ihren Bedürfnissen und Interessen entspricht.

Wichtigste Grundidee der Mediation ist die Eigenverantwortlichkeit der Konfliktparteien: Der Mediator ist verantwortlich für den Prozess, die Parteien sind verantwortlich für den Inhalt. Dahinter steht der Gedanke, dass die Beteiligten eines Konflikts selbst am besten wissen, wie dieser zu lösen ist, und vom Mediator lediglich hinsichtlich des Weges dorthin Unterstützung benötigen.

Der Mediator gestaltet das Verfahren unter anderem durch die Vorschläge zur Struktur und durch Fragen, die auf die Klärung von Fakten und auf die Herausarbeitung der Bedürfnisse und Interessen der Parteien zielen.

Der allparteiliche Dritte (Mediator) trifft keine eigenen Entscheidungen bezüglich des Konflikts, sondern ist lediglich für das Verfahren verantwortlich.

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